Parachute Hill: Ein Realist, ein Träumer und einer, der irgendwo dazwischen ist

Parachute Hill: Dimitri, Freddie und Julian (v.l.)
Seit Anfang 2009 spielen die Jungs von „Parachute Hill“ zusammen, seit Mitte des Jahres steht nach ersten Accoustic-Sachen jetzt der Sound der Band, der aber
„nicht immer voll auf die Schnauze“
(Freddie) ist.
Julian Algner (18, Vocals, Guitar, Keys), Freddie Maas (16, Bass, Background Vocals) und Dimitri Thomas (18, Drums, Percussion) haben seit Kurzem eine EP draußen, die ihnen noch mehr Auftritte und neue Fans bescheren soll ebenso wie das selbstgedrehte Video zum Song „City Lights“ (s.u.), zu dem sie auch im Guetsel-Jugend Interview Rede und Antwort gestanden haben:
Guetsel Jugend: Wie habt ihr zusammengefunden?
Freddy: Julian und ich waren zusammen im Badmintonverein. Da haben wir dann gemerkt, dass wir die gleiche Musik hören und er hat mich gefragt, ob ich nicht Bock hätte, Bass zu spielen. Dann brauchten wir noch jemanden, der etwas Percussion-mäßiges macht. Julian hat dann Dimi, seinen Kindergartenfreund, gefragt.
Seit wann spielt ihr eure Instrumente?
Freddy: Bald drei Jahre.
Julian: Ich habe 2006 mit Gitarre angefangen, aber dann auch wie so ein Verrückter immer gespielt.
Dimitri: Percussion spiele ich jetzt schon acht Jahre oder so…könnten auch zehn sein. Schlagzeug genau genommen eigentlich nur ein halbes bis dreiviertel Jahr.
Freddy: Ein Zeichen dafür, dass er eigentlich alles kann: er hat sich das alles selbst beigebracht. Wir haben zusammengelegt für ein Schlagzeug. Er hatte die Grundbeats sofort raus und jetzt wird’s immer besser.

Julian und Freddie (r.) beim "Battle of the Bands"
Was macht eure Musik aus?
Julian: Vom Sound her würde ich sagen, Sachen, die man sich merken kann, z.B. Refrains, die einfach im Ohr bleiben. Aber auch spezielle Schlagzeugsachen, die irgendwie dann das Lied ausmachen.
Freddy: Dass man mal leise und mal lauter ist, nicht immer voll auf die Schnauze.
Wer schreibt eure Songs?
Freddy: Meistens macht Julian das Grundzeugs und wir arrangieren uns dann so darum.
Julian: Ich schreib so die Texte und hab die Songidee und wenn noch irgendwas fehlt, meinetwegen der Bass-Part, dann machen wir das alle zusammen.
Was sind eure Ziele mit der Band?
Julian: Erst mal jetzt so viel spielen, wie’s geht. Ganz viele Auftritte – und dann gucken wir mal. Das Maximum.
Was ist das Maximum?
Julian: Irgendwo vor ganz vielen Leuten zu spielen. Mein Maximum wäre, mal ein Album zu machen, was in der Zeitung steht.
Freddy: Und dass man dann immer noch Spaß dran hat.
Was ist das nächste Ziel?
Freddy: Das nächste Ziel ist jetzt erst mal mit den aufgenommenen Sachen neue Gigs zu finden und wenn wir das haben, dann auch noch mal neue Aufnahmen machen zu können, die unsere Entwicklung und unseren Sound noch besser verdeutlichen.
Was macht ihr, wenn das nicht so klappt?
Freddy: Wir haben ja jetzt relativ lange gebraucht, bis wir überhaupt Auftritte hatten. Ich glaube, dass es dann einfach dabei bleibt.
Julian: Es ist ja noch alles hobbymäßig. Ich möchte schon irgendwas mit Musik machen, nicht unbedingt mit einer Band aber generell mit Musik arbeiten, das wäre optimal.
Dimitri: Für mich wäre es ein Traum, aber realistisch gesehen ist es schwierig, sich da durchzusetzen.
Freddy: Um über so was nachzudenken, ist es eigentlich noch viel zu früh. Dazu haben wir noch viel zu wenig gemacht.
Warum macht ihr Musik?
Freddy: Weil’s einfach Spaß macht. Es ist einfach das Ding, was vorher gefehlt hat.
Julian: Vor allem, weil es Spaß macht, mit seinen Freunden zusammen. Weil man sich ausdrücken kann. Nicht so, dass man irgendwen belehren will, aber man kann auf jeden Fall etwas aussagen. Und weil es einfach Wahnsinn ist, auf der Bühne zu stehen und sein Ding zu machen.
Dimitri: Ich schließe mich dem absolut an. Wir sind alle eher Livemusiker, als dass wir irgendwas einspielen, da gibt’s immer Probleme bei. wenn wir etwas live proben oder spielen, spielt irgendeiner was anderes und da ergibt sich direkt ein anderer Song, so dass etwas improvisiert wird – das macht einfach Spaß.
Freddy: Ich kann mich dabei auch super fallen lassen. Es ist einfach gut zum Entspannen. Falls einen irgendwas belastet, kann man das einfach mal weglassen und einfach nur Musik machen.

Dimitri beim "Battle of the Bands"
Gibt es für euch bestimmte Einflüsse oder Vorbilder?
Freddy: Bei mir so große Sachen wie Oasis, Nirvana und auch Leute mit einer richtig guten Message, z.B. Bob Marley, aber auch kleinere Bands aus Gütersloh wie die Picturebook, Claus Grabke. Sonst Arctic Monkey und was momentan ganz groß ist an Einfluss ist bei mir Adam Green.
Julian: Ich bin absoluter Beatles-Fan. Außerdem alles, was so von der Insel kommt, so Britpop, Oasis, Coldplay und so, aber auch Garage-Rock und so dreckiger Kram, wie White Stripes und Black Keys. Natürlich die Picturebooks aus Gütersloh. Ansonsten querbeet.
Dimitri: Ich falle jetzt komplett aus der Reihe raus: Ich höre eigentlich das, was in meiner Altersstufe eher wenige hören: Blues, Jazz, Soul etc. Jimi Hendrix, B. B. King. Wenn man es aufs Schlagzeug bezieht, dann Danny Chambers. Da würde ich sagen, bringe ich was anderes in die Band rein in die Musikrichtung.
Freddy: Dazu muss ich noch anmerken, dass ich auch noch relativ viel Ska und – Hip Hop. Allerdings nicht so die Helden von heute wie Bushido und Sido, sondern Sachen, die sich selber ironisch nehmen und viel Wortwitz haben.
Erzählt mal etwas über eure Demo-EP!
Freddy: Das war ein ziemlich langer Weg, bis wir das so geschafft haben. Es war eine ziemliche Frimmelei teilweise, aber es hat schon Spaß gemacht. Wir sind froh, dass wir jetzt erst mal so weit fertig haben, dass man sich einen Eindruck von unserer Musik verschaffen kann, aber ich hoffe, dass es auch noch Leute reizt, zu unseren Auftritten zu gehen.
Julian: Es sind zwei etwas lautere Songs, wenn auch nicht unbedingt das rockigste, das wir haben, aber schon rockiger als die akustischen Lieder, das sind Nr. 3 und 4. Wir haben das alles selbst aufgenommen, in unserem Proberaum und wir hoffen erst mal, dass es den Leuten gefällt und die Musikrichtung näher bringt, auch wenn es nicht alles von uns widerspiegelt.
Wie habt ihr euer Video gedreht?
Freddy: Auto, Kamera und wir sind hinterher gelaufen.
Julian: Und drei Freunde: Einer, der Auto fährt, einer, der filmt und einer, der…ja, rumsitzt.
Freddy: Mehr brauchte man eigentlich nicht dafür.
eingebunden mit Embedded Video
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Warum habt ihr es so gedreht?
Freddy: Die Grundidee kam von Julian, der meinte, man könnte was mit Laufen machen und dann haben wir halt unsere eigenen Ideen immer eingebracht und gesagt, hey, das könnte man doch auch noch machen.
Was habt ihr noch für Hobbies – außer der Musik?
Freddy: Sport aller Art eigentlich. Ansonsten noch das Übliche, z.B. mit Freunden was machen.
Julian: Sport ein bisschen, sonst hab ich außer Musik eigentlich keine großen Hobbies. So was, was andere auch so machen.
Dimitri: 90 % sind auch bei mir durch Musik eingenommen. Judo, Jugendarbeit, essen…ja, gut, da muss ich Musik auf 80 % reduzieren, damit das Essen rein passt.
Charakterisiert euch gegenseitig:
Freddy über Dimitri: Dimi ist teilweise ein bisschen zu realistisch. Er ist auf jeden Fall der Realist der Band – das ist auch keine Kritik. Er bedenkt die ganzen Folgen, was nicht jeder sonst in einer Band tut. Er ist total auf dem Boden der Tatsachen und er meint dann manchmal zu uns, ey, chillt mal. Das ist auf jeden Fall etwas, was schon wichtig ist. Quasi unser Goldstück.
Musikalisch gesehen der total improvisierende Freak – Dimi kann alles spielen: Gitarre, Schlagzeug, alle Percussion-Sachen, Bass, Saxophon…alles.
Julian über Freddy: Freddy ist ein wahnsinnig loyaler Freund. Die ähnliche Richtung wie ich, was die Einstellung angeht, deswegen passt das immer ganz gut. So eine Mischung aus Realist und Träumer, aber weiß immer noch, worauf es ankommt.
Dimitri über Julian: Wenn wir jetzt auf der Realistikskala so weitergehen, dann ist Julian quasi das Gegenteil von mir, der gerne mal träumt, aber auch ein super Musiker. Wir sind gerne mal die, die plötzlich das Lied verändern er spielt dann irgendeinen Rhythmus an – da passt das Verschiedene auch gerade gut zusammen. Man fügt verschiedene Sachen zusammen und kreiert dann was Neues.
Weitere Infos zur Band und ihre Songs gibt’s hier: www.myspace.com/parachutehill
Das nächste Konzert der drei istübrigens am 8. Mai 2010 beim Jugendkulturfestival im bauteil 5!


Ihr wart ja gestern im Haus Neuland , und ich war eine aus dem Publikum.
Ich kan nur sagen das ihr wircklich talent habt . Macht einfach weiter so
Wünsche alles Gute für die Zukunft .
eure Jenny
Schön das Pitcock auchmal auf unserer Seite gelandet ist
Echt cool! Hoffe, wir teilen uns noch oft die Bühne! Weiterrocken!!!
Sehr schön vertextet Larissa! Danke